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Einleitung Desinfektion

Damit Sie lange Freude an Ihrem Schwimmbad haben, ist eine regelmässige Desinfektion des Wassers unabdingbar, da ansonsten Bakterien und andere Keime das Schwimmbadwasser verunreinigen und unbrauchbar machen.
Neben zahlreichen unterschiedlichen Möglichkeiten der Desinfektion möchten wir Ihnen nachfolgend die gängigen Methoden kurz erläutern. Hierbei gehen wir auf die meist verbreiteten Anwendungen aus dem Bereich des Privatgebrauchs ein, nämlich:

  • Chlor
  • Brom
  • Aktivsauerstoff
  • UV-Licht
  • Ozon

Desinfektion mit Chlor

Die wohl bekannteste als auch preiswerteste Desinfektionsmethode zur Wasseraufbereitung ist Chlor. Es ist ein sehr radikales Halogen und zeichnet sich durch ein hohes Desinfektionspotenzial gegenüber Keimen aus, beseitigt schnell und effektiv organische Verunreinigungen im Badewasser. Um eine ausreichende Desinfektion zu gewährleisten, sollte konstant ein Gehalt zwischen 0,5 und 1,0 mg/l an freiem Chlor nachweisbar sein. Dadurch, dass sich Chlor sowohl in festem als auch flüssigem Zustand dosieren lässt, gilt es nebenbei noch als eine der einfachsten Anwendungen.
Bei einer Verbindung von Chlor mit Verunreinigungen entsteht als unerwünschtes Nebenprodukt Chloramin (gebundenes Chlor), welches für den typischen Schwimmbadgeruch, wie auch für gerötete Augen und Hautreizungen verantwortlich ist. Um sich den Chloraminen zu entledigen, gibt es die Möglichkeit, den Chlorgehalt mittels einer Schockchlorung auf 2-3 mg/l abrupt anzuheben.
Die Effizient von Chlor ist stark vom pH-Wert des Wassers abhängig. Je höher der pH-Wert, desto mehr nimmt das Oxidationspotential ab!

Die Verfügbark von freiem Chlor nach pH-Wert:

  • pH-Wert 7,0 = 76%
  • pH-Wert 7,4 = 56%
  • pH-Wert 7,6 = 45%
  • pH-Wert 8,0 = 24%

Desinfektion mit Brom

Die Desinfektion mit Brom läuft im Grossen und Ganzen ähnlich ab wie beim Chlor. Der Vorteil ist jedoch, dass gebundenes Brom fast die gleiche desinfizierende Wirkung wie freies Brom hat, zudem ist gebundenes Brom ist praktisch geruchlos. Für die Dosierung ist nur der Gehalt an Brom, ohne Unterschied ob frei oder gebunden massgebend. Ausserdem ist bei Problemen mit dem Wasser jederzeit eine Schockchlorung möglich.
Der grösste Pluspunkt ist, dass das Oxidationspotenzial von Brom nicht so stark vom pH-Wert des Wassers abhängig ist, wie bei der Nutzung von Chlor. Allerdings benötigt man bei einer Desinfektion mit Brom eine höhere Konzentration, im Vergleich zu dem von Chlor, die ideale Dosierung liegt zwischen 1-2 mg/l.

Die Verfügbarkeit von Brom nach pH-Wert:

  • pH-Wert 7,0 = 98%
  • pH-Wert 7,4 = 95%
  • pH-Wert 7,6 = 92%
  • pH-Wert 8,0 = 85%

Desinfektion mit Aktivsauerstoff

Wenn Sie lieber auf eine chlorfreie Variante der Desinfektion zurückgreifen möchten, dann sind Produkte auf Basis von Aktivsauerstoff eine sehr gute Wahl. Besonders in geschlossenen Bädern haben sie sich etabliert, da dieses Vorgehen keinen unangenehmen Geruch verbreitet. Auch bei kleinen Schwimmbädern, Aufstellbecken oder Whirlpools ist die Desinfektion mit Aktivsauerstoff vorteilhaft.

Jedoch verfügen Produkte auf Aktivsauerstoffbasis über kein so hohes Desinfektionspotential wie z.B. Chlor oder Brom. Die Reaktionszeit ist deutlich langsamer und aufgrund der geringen Depotwirkung ist der begleitende Einsatz eines Algizids oder eines Multifunktionsprodukts empfohlen.


Desinfektion mit UV-Licht

Möchten Sie deine Einsatz Chemikalien möglichst gering halten? Dann können Sie Ihr Schwimmbad mit einer UV-C Lampe aufrüsten. Die UV Entkeimung wird vor allem in der Trinkwasseraufbereitung eingesetzt und eignet sich optimal zur Ergänzung konventioneller Behandlungsmethoden.
Die speziellen UV-C Desinfektionssysteme sind röhrenförmige Bauteile, die ohne grossen Aufwand in den Filterkreislauf integriert werden können. Kernstück dieser Systeme ist eine UV-C Lampe mit einer UV-Wellenlänge von etwa 253 nm. Das UV-Licht bestrahlt das Wasser, wodurch zum einen das Erbmaterial von Zellen, wie zum Beispiel Bakterien, zerstört wird und diese sich nicht weiter vermehren können und zum anderen werden die geruchsintensiven Chloramine beseitigt. Der Zusatz von Desinfektionsmitteln wie Chlor, Brom oder Aktivsauerstoff wird im Vergleich ohne UV-C Behandlung markant reduziert.


Desinfektion mit Ozon

Als effektivste Methode der Reinigung des Schwimmbadwassers zählt die Ozonisierung. Hierbei werden Sauerstoffmoleküle in einer Ozonröhre mittels Hochspannung aufbereitet. Danach wird das entstandene Ozon sofort dem Schwimmbadwasser beigemischt Diese Stoffe oxydieren und bilden eine filtrierbare Materie welche im Sandfilter zurückgehalten werden. Anschliessend bilden sich die Ozonmoleküle wieder zurück zu Sauerstoffmolekülen.
Aufgrund der extrem hohen Reaktionsfreudigkeit von Ozon ist keine Pufferwirkung vorhanden. Die Desinfektion ist nur gegeben, wenn die Anlage in Betrieb ist. Technische Anlagen zu Ozonisierung sind aufwändig und kostspielig.